RESSOURCENMANAGEMENT

Erfolgsfaktoren für die Einführung eines Ressourcenmanagements

von Michael Becker, Clausmark Consulting GmbH, Karlsruhe

 

Zur Erklärung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile hat sich nach anhaltender Kritik an den marktorientierten Ansätzen (vgl. Porter) die so genannte „Resource-based View“ durchgesetzt. Sie definiert das Unternehmen als Kombination materieller und immaterieller Ressourcen und fordert, eine Strategie so zu formulieren, dass diese Ressourcen marktwirksam werden können, also - wenn immer möglich - in nachhaltige Wettbewerbsvorteile umgesetzt zu überdurchschnittlichen Gewinnen führen. In diesem Beitrag werden die Mitarbeiter bestimmter Unternehmensbereiche (insbesondere F&E, Vertrieb, Beratung) erstmals als strategisch wertvolle Ressourcen im Sinne der „Resource-based View“ identifiziert, indem sie explizit auf die Anforderungen an strategisch wertvolle Ressourcen bzgl. „Value“, „Rareness“, „Imperfect Imitability“, und „Substitutability“ überprüft werden.

Im Folgenden wird auf die Notwendigkeit eines vom klassischen Projektmanagement entkoppelten Ressourcenmanagements in Unternehmen mit ausgeprägter Projektstruktur eingegangen, da das  reine Projektmanagement nicht die gerechte und vernünftige Versorgung der einzelnen Projekte mit Ressourcen garantieren kann. Ziel des Ressourcenmanagements ist einerseits die optimale Auslastung der Ressourcen und andererseits eine möglichst gerechte Versorgung der Projekte mit Arbeitskapazitäten. Dabei wird auch auf die Auswirkungen der veränderten Rahmenbedingungen im globalen Wettbewerb auf die Projektorganisation (z.B. Senkung der Entwicklungszeit) im Allgemeinen und die Ressourcenzuteilung im Speziellen (z.B. Frontloading in F&E-Projekten) eingegangen.

Daraufhin werden ausführlich konkrete Empfehlungen - von notwendigen Veränderungen in der Unternehmensorganisation bis hin zu Anforderungen an IT-Unterstützung ­- für die Einführung eines Ressourcenmanagements in Unternehmen gegeben. Dabei wird auch auf die notwendigen Voraussetzungen bzgl. der Unternehmensstruktur und der Projektorganisation eingegangen, die erfüllt sein müssen, damit die Einführung eines Ressourcenmanagements erfolgreich wirksam werden kann und die erhofften Wettbewerbsvorteile erzielt werden.

Diese Wettbewerbsvorteile, die sich in einer Kostensenkung oder in einer Umsatzsteigerung auswirken, sind Thema des letzten Teils des Beitrags. Es wird erläutert, wie das Ressourcenmanagement direkt durch den optimierten Einsatz der Mitarbeiter (als strategisch wertvolle Ressourcen) und indirekt durch eine verbesserte Projektauswahl und Durchführung zur Erreichung folgender Unternehmensziele beiträgt: Kostensenkung, Umsatzsteigerung und Mitarbeiterzufriedenheit.

(Quelle: PM FORUM 2007)

 

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